Informations Zentrum
Oft werde ich gefragt was es für eine Kletterei in Ettringen gibt. Nun es ist eigentlich in vier Worten ausgedrückt, Verschneidungs - Riß und Kantenklettern. Wobei die Verschneidungs und Rißklettereien Dominierend sind. Das zweite was hinzu kommt ist, das durch die Erforderlichen Klettertechniken der Bewertungsdurchschnitt in Ettringen verhältnismäßig hoch liegt. Da sich unser Klettersport in den letzten Jahren zu einer Breitensportart entwickelt stellt es manche Anfänger hier vor ein Problem, mit den einzelnen Techniken fertig zu werden. Aus diesem Grunde möchten wir euch kurz Informieren was euch in Unserem Klettergebiet erwartet und ob sich eine Anreise lohnt.
Zu aller erst möchte ich erwähnen das die Kletterwände nicht von oben zugänglich sind um Topropes oder Abseilaktionen zu vollführen. Wer an den Wänden Aussteigt oder von Oben heran geht setzt sich und Andere die am Wandfuß entlanglaufen in Lebensgefahr.
First I would like to underline, that the crags at Ettringen are not accessible from the top, therefore installing top-ropes or rappelling exercises aren't possible at the crags. Those who try to top out at the crags or who try to reach the anchors from the top not only endager themselves, they also put lifethreatening situations upon people at the base of the crags!

Zur Absicherung

Da in Ettringen schon seit den frühen 80. geklettert wird. Ist die Absicherung auf das Notwendigste beschrängt. Das heißt im Klartext. Rocks (Klemmkeile) und Friends gehören hier zum Standart Sicherungsmaterial! An den Stellen wo man keines der zuvor Aufgeführten Sicherungsgeräte legen kann sind Bohrhaken oder Bühler vorhanden. An dieser Sicherungspolitik wird sich auch nichts Ändern da es sonst die seit Jahren bestimmende Kletterkaraktheristik unseres Gebietes zerstören würde.


Rißklettertechniken

In der Ettringer Lay bekommt ihr was Risse betrifft die volle Bandbreite geboten. Vom Schmerzhaften Finger über den Hand und Körperriß. Diese Klemmtechniken sollten sitzen um unnötige Adrinalienausstöße beim Klettern zu vermeiden.


Fingerrißtechnik

Ist wohl für viele eine der Schmerzhaftesten Rißtechniken. Die Hand wird im 90° Winkel zum Riß eingesetzt. Durch behutsames drehen werden die Finger überlagert so das sie sich an den Rißinnenwänden verklemmen.


Handklemmer

Der Handklemmer gehört mit zu den angenehmsten Techniken. Die Hand gerade in den Riß hineinstecken und das Daumengelenk nach innen drehen. So das sich der Handballen verdickt. Gleichzeitig die Fingerkuppen gegen die Rißwand drücken so das der Handrücken an die Gegenfläche gepresst wird.


Faustklemmer
Beim Faustklemmer die Hand quer in den Riß einführen. Diese zu einer Faust ballen so das sich die Hand verdickt. Leider nur sehr selten einsetzbar weil es hier durch feste Handbreiten nicht viel Möglichkeiten gibt

Fußtechnik
In vielen Rissen der Ettringer Lay ist es sinnvoll die Füße in den Riß ein zu drehen damit man seine Hände und Arme besser entlasten kann. Es ist natürlich auch möglich außerhalb eines Risses zu stehen aber dies hier ist die Kraftschonenstee Methode.

Verschneidungsklettern
In Ettringen kommt bei Verschneidungen und Schulterrissen eine der hier Wichtigsten Kletterereien zum Einsatz. Die Spreiz und Stütztechnik. Eine sehr gute Beispiel Route währe jetzt der Amerikanische Traum direkt (Große Wand) oder die Venusfalle im (Kühlschrank). Natürlich gibt es auch Ausgesprochen Schwerere Beispiele wie die Izzi Bizzi Spider im Kühlschrank. Viele tun sich mit dieser Klettertechnik etwas Schwer, dabei ist sie, wenn man sie beherrscht eine der Raffiniertesten Techniken da man fast nach jeder Bewegung einen No Hand Rest hat. Der wohl markanteste Fehler beim Spreizen ist auf das Stützen zu verzichten und statt dessen mit beiden Händen hochliegende Zuggriffe zu Suchen. Die in Ettringen nicht gerade reichlich vorhanden sind. Gleichzeitig nimmt man sich durch diesen Fehler den Schwerpunkt. Der Schwerpunkt sollte im Idealfalle immer Mittelpunkt der Standstellung sein. In der Grafik ist dies sehr gut Dargestellt. Die gleiche Technik wird übrigens auch in Kaminen angewandt.

Piazen
Die Piaztechnik sollte hier ebenfalls erwähnt werden. Sie wird gerade bei Riß und Kantenklettern gerne angewendet, sie beruht auf dem Gegendruck Prinzip und gehört definitiv zu den Anstrengensten Klettertechniken da man hier mit Absicht seinen Körperschwerpunkt von der Wand entfernt um den Nötigen Druck auf Hände und Beine zu bekommen. Aber Vorsicht - Wer einen all zu Großen Abstand zwischen Händen und Beinen wählt, droht Gefahr ab zu Rutschen. Was bei den Scharfkantigen Rissen der Ettringer Lay nicht gerade angenehm sein kann.

Der Einsatz von Sicherungsgeräten

Vor kurzem Stand ich mit meinen Kletterkumpels im Klettergarten und beobachtet wie jemand Interessiert unser Sicherungsmaterial begutachtete. Seine Blicke drückten fragen aus die für mich doch etwas Verwunderlich wahren. Kann es sein das jemand nicht weiß was das ist, dachte ich so bei mir. Das ist ein Hexentric, klärte ich ihn auf, man legt ihn in Große Rißverengungen. Nun um euch nicht ins Leere laufen zu lassen hier die Wichtigsten Sicherungsgeräte für das Klettern in Ettringen kurz erklärt.


Klemmkeile Stopper oder auch Rocks genannt.
Einen Klemmkeil erkennt man durch seine doppelkonische Form. Man unterscheidet hier nun wieder in Drei Kategorien. Der RP weist zwei großflächige Flache Flanken auf. Beim Rock ist eine der Flanken nach innen gewölbt. Der letzte nicht fest betitelte Klemmkeil ist der eingekerbte Klemmkeil. Eine seiner Flanken weist eine Mulde auf. Es gibt gerade bei Klemmkeilen noch die verschiedensten Formen. Jedoch basieren sie alle nach dem gleichen Prinzip. Beim legen eines Klemmkeiles gibt es drei Punkte zu beachten. Je flächiger ein Keil aufliegt, desto leichter kann man ihn durch festziehen Verklemmen. Immer ein Pärchen oder Runner als Verbindung oder gelenk zum Seil verwenden. Damit der Keil durch die Seilbewegung nicht wieder herausgezogen wird. Das Gesetz der Schwerkraft immer im Kopf halten, das bedeutet, das ein Keil immer nur nach unten Belastbar ist. Einige Einsatz Möglichkeiten sind rechts oben angezeigt. Am besten ihr testet die verschiedenen Verwendungsmöglichkeiten selbst einmal aus. Die Zugfestigkeit der Keile liegt je nach Drahtseildicke zwischen 500kg und 1,75t.

Friends

Dieser Name kommt nicht von ungefähr! Friends stammen aus Amerika und wurden erstmals im Yosemite Wally eingesetzt. Sie wurden Speziell für Parallele Risse konzipiert und sind aus diesem Grunde als Sicherungsmaterial für Ettringen hervorragend geeignet.

Sie gehören vor Ort zum Standart Sicherungsmaterial. Auch wenn ihr Preis nicht gerade Unerheblich ist. So sollte ein Kauf eines Sets in bestimmten größen für Ettringen unbedingt in betracht gezogen werden. Wenn ihr nicht wisst welche Größen ihr benötigt, in unserem Forum stehen wir euch gerne Rede und Antwort. Da es sich beim Friend um das Hauptsicherungsgerät handelt werde ich auf dieses Thema auch näher eingehen.


Friends Spezial

Ein Friend besteht je nach Bautyp aus drei bis Vier Klemmsegmenten. Der Anstellwinkel eines Friends in Parallelen Rissen beträgt immer 14° . Die Spreizwirkung je nach Belastung erreicht das Vierfache seiner Zugrichtung. Wobei die höchste Belastung auf der Achse liegt. Die Anhaltsangaben der Hersteller liegen in etwa bei 1,6t und höher. Die erste Generation von Friends bestand noch aus einem starren Schaft, der von einem Drahtseil abgelöst wurde. Grund für diese Verbesserung wahr das legen in Querrissen. Der Ferrari unter den Friends ist der Camelot. Er besticht durch seine Doppelachsenausführung was im eine Höhere Verstell und Einsatzmöglichkeit bietet. Negativ zu bemerken ist sein Preis, ab 90 € aufwärts. Bei Fragen zum Kauf eines Friends, könnt ihr auch hier wieder auf unser Forum zurückgreifen.


Friends im Einsatz
Wie bei allen Dingen kann man auch beim legen eines Friends einiges Falsch machen. Bei einem zu Groß gewählten Friend kann es leicht zum Überstellen der Segmente kommen. Was zu folge hat das der Nachsteigende seine Mühe und Not haben wird, ihn wieder zu entfernen. Was jetzt nicht unbedingt bedeutet das er bei einem Sturz nicht gehalten hätte. Aber in Anbetracht des Kaufpreises kann es so manchen Besitzer schon Tränen in die Augen treiben wenn er einen Friend zurück lassen muß. (Da freuen sich wenigstens die Nächsten.) Ein wichtiger Punkt ist die Struktur in der, der Friend gesetzt werden soll. Erweitert sich der Riß nach innen, kann es leicht durch Seilbewegung geschehen, das der Friend nach hinten wandert. Dies hat zu folge das er im Riß durchrutscht oder die Segmente sich Negativ aufstellen. (Siehe Abbildung unten Links.) Für eine bessere Verdeutlichung wie man es richtig oder NICHT macht, ist unten eine Grafik Dargestellt.

Magnesia

In Ettringen gibt es keine Beschränkungen in Hinsicht auf Magnesia. Selbst redend währe nur noch dazu zu Sagen das man manche Routen nach dem Klettern auch wieder etwas abputzt. Da mit der nächste nicht an deinem Nachlass abrutscht.


Was den Umweltschutz betrifft

So kann ich nur an euer eigenes Empfinden für Umwelt appellieren. Das Müll nicht in den Steinbruch oder ins Gebüsch gehört dürfte jedem klar sein. Auch das man nicht Quer durch den Wald wandert und Unnötig Irgendwelche Pfade anlegt oder Fauna und Flora nieder macht. Aber für was schreibe ich das hier, jemand der einem Natursport nachgeht weiß ja schon selbst worum es geht.


Ausklang

Ich hoffe das ich euch mit diesem kleinen Informationsblatt die Entscheidung hier nach Ettringen zu kommen etwas abnehmen konnte. Ettringen hat sich durch die Aktivitäten der letzten Jahre zu einem Kleinot des Risskletterns entwickelt. Wem diese Klettertechnik liegt oder sie mag, der ist hier genau Richtig und kann es sich voll geben. Auch das Routenpotenzial von ca. 900 Routen lässt nach dem Erschließungsdrang der letzten Jahre keine Wünsche mehr offen. Was zusätzlich Positiv an zu merken ist. Das die Bewohner von Ettringen und Verwaltung des Vulkanparks Eifel den Kletterern gegenüber sehr freundlich gestimmt sind. Was uns natürlich dazu bewegt auch einmal ein Bierchen in einem der vielzähligen Kneipen Ettringens zu genehmigen. Mehr gibt es eigentlich jetzt nicht mehr zu Schreiben und ich hoffe das ich den einen oder anderen mal in unserem schönen Klettergarten der Ettringer Lay antreffen werde.

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